Klickverteilung der SERPs - Wieso es sich lohnt mehr zu investieren

Diese Grafik der Cornell University (via Patrick Gavon) zeigt schön die Klickverteilung auf die verschiedenen Platzierungen bei Google:

Klickverteilung

Der erste Platz bekommt 56% der Klicks, der Zweite nur 13%. Ein Faktor von etwas über 4.

Steht man mit einer Nischenseite auf Platz 2 und macht 500 Euro mit der Seite (über das jeweilieg Keyword natürlich ;-) ), so würde der erste Platz an die 2000 Euro bringen. Im Endeffekt sogar mehr, da sich Agenturen und eventuelle Partner wahrscheinlich zuerst beim Erstplatzierten melden.

Meine eigene Erfahrung geht eher in die Richtung, dass der erste Platz im Durchschnitt ca. 3 Mal soviele Besucher wie der zweite Platz bringt. Klar, wenn die Firmenwebsite bei einer Produktsuche oder Wikipedia bei einem Fachwort auf dem zweiten Platz steht, so bekommen diese Seiten auch auf dem zweiten Platz relativ gesehen mehr Besucher als der erste Platz (zum Beispiel ein Blogbeitrag der vor einer Flash-Firmenseite steht).

Das bringt uns zum Investitions-Part. Es macht also durchaus Sinn etwas Geld in die Hand zu nehmen und ein tolles Tool programmieren zu lassen, wodurch die Seite mehr Links bekommt und den Sprung auf #1 schafft. Oder vllt. ‘nem Studenten ein Paar Euro in die Hand zu drücken, damit Wikipedia nicht mehr unrechtmäßig vor einem steht.

Mit Projektnetzwerken die SERPs stürmen

Wer heute noch ein neues Projekt startet mit der Absicht in nächster Zeit gut für „Sofortkredit“, „private Krankenversicherung“ oder auch etwa „Datenrettung“ zu ranken, sollte entweder viel Kapital hinter sich haben oder sich eine clevere Herangehensweise überlegen.

Eli hat in seinem wirklich wunderbaren Blog bluehatseo einen tollen Beitrag mit dem Titel “SERP Domination” geschrieben. Diesen sollte sich jeder SEO durchlesen. Da ich mit dieser Methode schon seit längerem gute und spaßige Erfahrungen gemacht habe, beschreibe ich das Prinzip knapp und hoffentlich einigermaßen verständlich.

Für umkämpfte Keywords ranken meist einige oft sehr alte und gut verlinkte Domains mit unzähligen Unterseiten. Ein besseres und vor allem größeres Projekt aufzubauen dürfte in den meisten Fällen fast unmöglich sein. Was macht man also?

Man startet nicht nur ein größeres Projekt zu dem Thema sondern 10 oder sogar noch mehr kleinere. Will man für „SEO“ ranken also etwa ein SEO-Lexikon, eine Tool-Sammlung für SEOs, einen Webkatalog für SEO-Seiten, eine Anfängerseite mit den Basics, ein Blog zu aktuellen Themen, usw. All diese Seiten werden alle untereinander so verlinkt das von jeder Seite ein Link zu jeder anderen im Netzwerk vorhanden ist.

Alle Seiten sollten natürlich gut optimiert werden: Title, H1, H2, sehr guter Content, keine Werbung, möglichst schlicht. Natürlich kann man auch Scheiß-Content und massig Werbung draufpacken, aber dann wird man wahrscheinlich nicht so oft und gern verlinkt. – Im Anfangsstadium bringt Werbung ja sowieso nur ein paar Peanuts pro Tag ;-)

Man sollte auch sehr streng auf externe Links achten. Bloß nicht zusätzlich noch 10 nicht themenrelevante Linktauschlinks im Footer platzieren. Ein paar hübsche themenrelevante Links zu Spiegel oder ähnlichen Autoritäten dürften sich hingegen positiv auswirken.

Wenn die Projekte stehen kann man mit dem Linkbuilding anfangen. Idealerweise hat man sich ein paar ältere Domains rausgesucht, ist dies nicht der Fall – auch nicht schlimm. Dann dauert es halt nur was länger. Um die Seite schnell in den Index zu bekommen sei an dieser Stelle QUIT (Quick Indexing Tool) von Eli erwähnt und empfohlen.

Jedes Projekt im Netzwerk sollte ein paar gute Links bekommen. Am besten gar nicht mit Linktauschanfragen in Foren beginnen sondern die Authoritys und Hubs für den gewünschten Begriff raussuchen. Beim Mediadonis gibt’s dazu im Beitrag “How to start?” (Punkt 4) mehr. Ein paar Links aus Artikelverzeichnissen schaden auch nicht. Nett ist es auch themenrelevante Blogposts zu suchen und dem Blogger ein paar Euro für das Einfügen eines Links (natürlich als Werbelink gekennzeichnet) zu bezahlen. Blogger tauschen auch einen Blogrolllink gerne. Ansonsten einfach ein paar Seitenbetreiber anschreiben. Hat man guten Content so wird man gern verlinkt. Besonders gut funktioniert dies wenn man eine Linkliste der besten Seiten in einem Themengebiet anlegt und die Betreiber der Seiten kurz darüber informiert. Sollte man mit einer Seite bei Digg auf die die Startseite kommen, so bringt dies mit Sicherheit auch ein paar Links. :D

Jeder Link der auf eine der Seiten im Netzwerk gesetzt wird stärkt nicht nur das eine verlinkte Projekt sondern auch alle anderen. Sie pushen sich alle miteinander hoch. Bekommt Seite A etwa einen Link von außen, so wird sie stärker und pusht so auch Seite B, Seite C usw. hoch. Da Seite B durch den stärkeren Link von A selber mehr Power hat pusht sie wiederum Seite A und C usw. hoch. Jeder Link den man bekommt ist durch diese Herangehensweise viel mehr Wert, als würde man versuchen nur ein Projekt nach oben zu bringen.

So marschiert man in den SERPs schnell an etablierten Projekten vorbei.

Fragen / Verbesserungsvorschläge / Kritik sind in den Kommentaren sehr willkommen.

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